Draußen pladdert der Regen vom grauen Himmel und in meinem Kopf melden sich alt bekannte Stimmen. Läuft nicht rund, nörgelt die eine. Fit ist auch anders, nölt die andere. Entspanntes Mamasein sieht anders aus, ätzt die dritte. Du willst doch nicht schon wieder Nudeln kochen?, tönt eine von Hinten.  Einen ganz hübschen Chor solcher Stimmchen versammeln sich hin und wieder in meinem Hirn und in meinem Herzen. Sie zweifeln und mäkeln, sie befeuern mein schlechtes Gewissen, sie lassen mich permanent wissen, dass ich nie alles schaffen werde. To Do Listen neigen dazu, in die Unendlichkeit hineinzuwachsen und ich befürchte, dass ich irgendwann von einer erschlagen werde. Meine inneren Antreiber verstellen mir mit ihrem Genörgel und Gejammer die Sicht. Ein Haus voller Kinder mit großem Lernpensum und einem wetterbedingten Mangel an Frischluft tun ihr übriges. Hmpf.

Dieser Tage las ich dann einen Blogeintrag der wunderbaren Veronika Smoor, die ich dieses Jahr für mich entdeckt habe und bei der ich mir schon so manchen guten Gedankenanstoß abgeholt habe () Zehn Dinge, die sie in der letzten Woche getragen haben, ihr Halt gaben in stürmischen Zeiten. Im ersten Moment dachte ich noch: ach du Schreck, gleich zehn. Aber sie hat Recht und ich will sie aufspüren: Zehn Dinge, meine zehn Dinge! Die müssen sich doch finden lassen, auch wenn der Himmel grau ist?! And here they are:

  1. Ein unverhoffter Vormittag mit meiner Jüngsten. Erst stöhnte ich auf, als ich sie früh vom Kindergarten wieder abholen musste. Und dann genoss ich unsere Zeit zu zweit, die so rar ist.
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    Erst waren wir fleißig

     

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    dann gab es das zweite Frühstück

    2. Schokokuchen backen für meine tropfnassen Regenkinder, mitten unter der Woche. Und mich über ihre Freude freuen

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    und übrig blieben nur noch Krümmel

    3. Die Kreativität meiner Kinder bringt mich immer und immer wieder zum Erstaunen- diesesmal die meines Sechsjährigen

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    4. Ein Elfenmützchen für mein winziges Mädchen. Eigentlich stricke ich gerade etwas ganz anderes, ein Tunikakleidchen in warmen Rot, das ich so liebe. Und ich bin sehr streng mit mir, was die Fertigstellung solcher Projekte angeht. Aber jetzt bräuchte ich ein schnelles Erfolgserlebnis und mein Töchterchen warme Ohren

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    ganz verliebt bin ich in mein Elfenmädchen
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    Und sie zog die Mütze nicht mehr aus

    6. Kommunionstunde halten bereichert mich wirklich. Und die sechs kleinen Mädchen sind jede Woche mit Feuereifer dabei image7. Sternenglanz in unserem Haus. Wir basteln fleißig für den Weihnachtsbasar in der Schule meines Sohnes, dessen Erlös an verschiedene Projekte gespendet werden. Eine ganze Schule ist im Aufruhr und ich finde es großartig.image

    8. Große Pause. Heute Vormittag hatte ich Dienst in der Schulbücherei und zwischen Büchersortieren, Ausleihberatung und Vorlesen war große Pause, auch für mich. Tee in der Thermoskanne und eine halbe Stunde Lesen für mich. Warum nur gönne ich mir das zu Hause nie?

    9. Immer mehr die Bedeutung von Zeit zu erkennen. Die Zeit die wir einander schenken, die Zeit die manche Entwicklungen brauchen, den Kindern Zeit lassen. Das ist so heilsam.

    10. Gemeinsame Mahlzeiten. Immer und immer wieder, gerade in den trüben Tagen. Wir sammeln uns am Abend um diesen unseren Tisch und ein jeder hat seinen Platz, ein jeder darf erzählen, was ihn bewegt. Das ist zu Hause

    Das sind meine zehn Dinge diese Woche. Was sind deine?

2 Gedanken zu “10 Dinge (nach einer Idee von Veronika Smoor)

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