Frohe Weihnachten! Nein, ich bin nicht irgendwie ein paar Tage zu spät dran. Und obwohl mich gestern schon eine Nachbarin darauf hinwies, dass ich jetzt nicht mehr „Frohe Weihnachten“, sondern nur noch „Guten Rutsch“ wünsche könne, bleibe ich renitent und wünsche von Herzen „Frohe „Weihnachten!“  Denn immerhin haben wir weihnachtliche Festzeit und das sogar noch eine ganze Weile. Die Freude über das Kind von Betlehem ist zu groß, als dass man sie in zweieinhalb Tagen abgehandelt haben könnte und sollte. Und das gilt auch für die weihnachtliche Freude hier im Haus. Ich fühle mich wirklich reich beschenkt und noch ist keiner Willens, Aufbruchstimmung zu verbreiten. Alle sind viel zu beschäftigt mit Spielen, Plätzchen futtern, Vorlesen und Vorlesen lassen, Hörspiele hören und Playmobil aufbauen, mit Spazierengehen und Uno extreme zocken, mit Tannenbaum bestaunen und Legowelten kreieren.

Die kleinen Weihnachtswunder und Freuden reihen sich aneinander, wie Perlchen auf einer Schnur und nie werde ich wohl so alt werden, als dass ich mich nicht jedes Jahr aufs Neue von ihnen verzaubern lassen würde. Dazu gehört das Schmücken des Tannenbaumes mit all den vertrauten Sächelchen, nur der Gatte, ich und der kleine Lord.

Frühstück und Mittagessen im Kinderzimmer, denn die Wohnräume sind verschlossen, ganz improvisiert, aber immer wieder lustig. Der Besuch der Christmette und wir versichern uns vorher gegenseitig wie unfassbar festlich und schick wir aussehen. Der Moment, wenn Spieluhr und Glöckchen erklingen und endlich die Türen offen sind

Oh du fröhliche, zum ersten Mal auf der Trompete. Tanzen mit meinen liebsten Männern und ich habe gleich vier zur Auswahl.

Die Tage, die folgen und die einen ganz eigenen Weihnachtsrythmus haben. Jeder darf endlich das tun, wozu er Lust hat. Die neuen Bücher bestaunen, lesen, hören, spielen, singen.

Geschenke, mit denen keiner gerechnet hatte und die soviel Freude bereiten. Eine Maschine zum Chipsselbermachen zum Beispiel. Ein paar Hausschuhe für einen überglücklichen Jungen, selbstgebrannte Mandeln von unserer Tochter, der Schal für den Gatten, der wie durch ein Wunder doch noch fertig wurde, ein selbstbedrucktes Kissen von einer lieben Freundin, zwei Pferdchen, die nun ununterbrochen durch unser Haus galoppieren

Die Kirschzweige blühen, am 25. Dezember war es soweit.

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Ja, wir sind wirklich reich beschenkt und mein Herz sehr dankbar. „Oh du fröhliche, oh du selige Weihnachtszeit“.

Das neue Jahr wird kommen und ich wünsche euch allen alles Gute, Gottes reichen Segen und viel Gesundheit obendrein. Aber bis dahin, Leute, feiert Weihnachten!

Oh, aber eines fehlt mir noch zum Weihnachtsglück- ein Buch für mich selber. Ein richtiger Schinken, aber nicht doof, nicht so gerne aus dem deutschen Sprachraum, etwas zum Versinken. Hat jemand einen Tipp?

7 Gedanken zu “Beschenkt

  1. Probier’s mal mit:
    Distelfink
    Alles von Khaled Hosseini
    Alles Licht das wir nicht sehen
    Schloss aus Glas
    Die Bücherdiebin
    Gute Geister
    Der 100jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
    Ein ganzes halbes Jahr
    DAs Schicksal ist ein mieser Verräter

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      1. Danke für die Tipps. Ich habe mich jetzt mal für Khaled Hosseini entschieden, der ist bisher irgendwie an mir vorbeigegangen. Euch einen guten Rutsch und liebe Grüße

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  2. oder „der Sommer, in dem es zu schneien begann“ von Lucy Clarke
    auch vom Cover her ein Hingucker, da das Design rund ums Buch herum geht
    Hab es auf Borkum gelesen an einem verregneten Tag. Konnte es nicht weglegen, musste aber, weil meine Augen nicht mehr kucken wollten.
    Es ist auf deutsch, aber original englisch, und spielt ein bisschen in England und sehr viel auf Tasmanien.

    ansonsten natürlich eins von mir. 😀
    die sind unter (oh Überraschung) „meine Bücher“ einsortiert

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    1. Danke für die Tipps -jetzt habe ich eine Bücherliste….ein ganzes halbes Jahr habe ich so gerne gelesen und Rotz und Wasser geheult. Bei manchen Büchern kann ich mir eine Verfilmung schwer vorstellen. Ein gutes neues Jahr!

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  3. Mein erster Kommentar… wie aufregend! Aber wenn´s um Bücher geht, trau ich mich!
    Mein Vorschlag zu Weihnachten: Rosamunde Pilcher (und ja, ich weiß, da kann man geteilter Meinung sein) – aber ihr Buch Winter Solstice (deutsch Wintersonne) hab ich jahrelang jede Weihnachten im Original gelesen, so schön!
    Übrigens, die Vorschläge von Veronika sind super, da würde ich mich voll anschließen!
    Liebe Grüße, FerraraDue

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