Wenn man es recht bedenkt, dann braucht es tatsächlich relativ wenig, um frohe Momente zu haben. Eigentlich reicht es schon, wenn es ist, wie es jetzt gerade ist. Draußen sitzen, das Gezwitscher der Vögelchen und von Ferne die Stimmen spielender Kinder im Ohr. Ein Tässchen Tee in der Sonne und diese beiden Hortensien, die in einer so hübschen Farbe blühen, dass ich bereit bin, meine Abneigung gegenüber Hortensien nochmal zu überdenken.image

Froh war diese Woche auch mein Söhnchen, dem überaus glückliche Umstände eine Baustelle direkt bei uns um die Ecke bescherten. Sie bot alles, was das Herz begehrte inklusive Löffelbagger, Radlader, Walze und Tieflader. Eine Baustelle wie aus dem Bilderbuch und wir hatten jeden Nachmittag ein Ausflugsziel.

Eine Welle von froher Erleichterung schwappte pünktlich mit Ende des letzten Schultages über die ganze Familie. Schulranzen wurden mit einem Seufzer der Erleichterung in die hinterste Ecken verbannt und ich bin mir nicht sicher, ob ich mich heute nicht fast mehr als in meiner eigenen Schulzeit über Ferien freue. Noch immer suche ich einen Weg, um gelassener mit dem Thema Schule und allem, was es so mit sich bringt, umzugehen. Und noch immer suche ich das richtige Maß an Aufmerksamkeit, die man diesem leidigen Thema zubilligen sollte. Um so bereitwilliger lasse ich mich anstecken von befreiter Ferienstimmung und vorösterlicher Freude und schicke alle Schulgedanken zu den Ranzen in die Ecke.

Ganz unfassbar froh macht mich das neueste Gemälde unserer Tochter.imageNicht viele Bilder schaffen es bei uns in einen Bilderrahmen, die Auswahl ist einfach zu groß und die Anzahl der Wände doch begrenzt. Aber dieser Hase mit den wunderbar langen Löffeln und dem leicht überheblich, tadelnden Blick amüsiert mich wirklich ganz außerordentlich.

Palmbuschen basteln macht froh, ein Hängesessel, endlos Hörbücher hören und ein Eis in der Sonne. Jetzt sind Ferien, die Kinder haben genug gefastet.

Ich habe beschlossen, dass mich auch das Lernen am Alltag froh macht, denn schließlich erweitert es meinen Horizont, ähem. Darunter verbuche ich diese Woche das versehentliche Löschen  all meiner Bilder in den Blogbeiträgen der letzten drei Monate. Oder die drei Kilometer lange Wanderung zur Kirche in Stöckelschuhen (o du böse Eitelkeit!)  und die damit einhergehenden Wunden an meinen Fersen, die das Tragen jeglichen Schuhwerks außer Clogs diese Woche unmöglich machten. Ich werde klüger und das ist doch ein ganz bemerkenswerter Umstand, dass wir immer klüger werden dürfen, ein ganzes Leben lang.

Froh zu sein bedarf es wenig, mir ist schon ganz königlich zumute  und ich wünsche auch dir von ganzem Herzen frohe Stunden!

4 Gedanken zu “Froh zu sein bedarf es wenig…

  1. Schöne Ferien wünsche ich euch! Uns auch 🙂 „Schule“ist für mich auch so ein Thema. Aber JETZT erstmal nicht 🙂 🙂 🙂 Ärgere dich nicht über die Bilder… Mein Mann hat mal versehentlich alle Kindersprüche gelöscht, die ich immer aufschreibe und sammle. Oh, war ich sauer! Aber die meisten hatte ich schon gedruckt, es fehlten halt die aus dem aktuellen Jahr.. Doch siehe da, sie produzieren weiterhin Sprüche am Fließband. Die Lücke fällt nicht mehr auf 🙂 liebe Grüße, Martha

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